Ein Neugeborenes zu versorgen ist eine Aufgabe, die viel gibt aber auch viel verlangt
Nun sind Sie mit Ihrem Neugeborenen auf dem Weg in das Abenteuer Elternschaft. Sicher haben Sie viele Fragen, die Ihr Baby und besonders das Stillen betreffen.
Im Geburtsvorbereitungskurs, durch Ihre Ärzte, die Hebamme und vom Pflegepersonal im Krankenhaus haben Sie Informationen über das Stillen bekommen. Aber auch durch die Medien, von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten hören Sie Vieles, oft sehr Widersprüchliches, zu diesem Thema. Diese Broschüre ist als ein Leitfaden für Sie gedacht.
Mit grundsätzlichen Informationen sollen Fragen geklärt werden, Sie werden mit den oft auftretenden Schwierigkeiten und ihren Lösungen vertraut gemacht und werden daher hoffentlich ernsten Problemen aus dem Weg gehen können. Falls Sie weitere Hilfe brauchen, wenden Sie sich an Ihre Laktationsberaterin IBCLC.
Ein Neugeborenes zu versorgen ist eine Aufgabe rund um die Uhr. Um die nötige Kraft und das Durchhaltevermögen für die Belastung dieser ersten Zeit mitzubringen, ist es unerlässlich, dass Sie als Mutter auf Ihre eigenen Bedürfnisse achten.
- Freuen Sie sich über Besucher, die etwas zum Abendessen für Ihre Familie mitbringen, sich um die Wäsche kümmern, während Sie das Baby bewundern, oder das ältere Geschwisterkind oder das Baby zu einem Spaziergang mitnehmen, damit Sie sich in Ruhe dem Baby oder ihrem älteren Kind widmen können.
- Laden Sie niemanden ein, der erwartet, bewirtet zu werden, der Ihrem Entschluss zu Stillen negativ gegenübersteht oder der Sie einfach zu sehr anstrengt. “Ärztliche Empfehlungen” können sehr hilfreich sein, in den ersten Wochen Stress von Ihrer jungen Familie fernzuhalten.
- Schlafen Sie, wenn das Baby schläft.
- Vereinfachen Sie Ihre Haushaltsführung.
- Nehmen Sie jede mögliche Hilfe in Anspruch.
- Richten Sie sich eine einladende Stillecke ein – ein Polstersessel oder ein bequemes Sofa, ausreichend Kissen, eine kleine Fußbank, eine Thermosflasche mit beliebigem Getränk, Telefon, Fernsehfernbedienung, Lektüre, Stift und Schreibblock – kurz, was immer Sie benötigen, damit Sie entspannt stillen können und damit Unterbrechungen vermieden werden.
- Überlegen Sie auch, ob Sie das Baby nachts zum Stillen mit in Ihr Bett nehmen möchten – vielleicht schlafen Sie dabei mit dem Kind ein und bekommen so etwas mehr Schlaf!
Auch wenn Ihnen Zeit und Energie fehlen, regelmäßige Mahlzeiten zuzubereiten, können Sie sich mit kleinen Zwischenmahlzeiten gesund ernähren. Einige gute Beispiele für schnelle Kost für stillende Mütter wären Joghurt, Käse, Haferflocken und Müsli, Vollkornbrot, Nüsse, Sesam, Obst und rohes Gemüse.
Auch wenn Sie es nicht schaffen, sich ausgewogen zu ernähren, bekommt Ihr Baby trotzdem mit Ihrer Milch alles, was es braucht.
Nehmen Sie ein Getränk bei jeder Stillmahlzeit zu sich. Trinken Sie weiterhin wie gewohnt bei den Mahlzeiten und dazwischen. Meiden Sie stimulierende Energydrinks. Kaffee, Tee und Softdrinks sowie alkoholische Getränke sollten Sie nach Möglichkeit nur in geringem Maße zu sich nehmen.