Europaweiter Report: „Too little, too late? Warum Europa mehr für frühgeborene Kinder tun soll“


Eines von zehn Babys wird in Europa zu früh geboren – das entspricht 400.000 Kindern jährlich. Damit stellen Frühgeborene die größte Kinderpatientengruppe in Europa. Auf der politischen Agenda spielen sie aber so gut wie keine Rolle. In fast allen europäischen Ländern ist die frühkindliche Gesundheitspolitik bruchstückhaft und unkoordiniert.


Das verdeutlicht der aktuelle Report „Too little, too late? Warum Europa mehr für frühgeborene Kinder tun soll“ der European Foundation for the Care of Newborn Infants. Für den Report wurden in dreizehn EU-Mitgliedstaaten die Rahmenbedingungen für Frühgeborene und ihre Angehörigen untersucht. Ein PDF des Reports finden Sie hier:


Der Report bestätigt, dass es auch in Deutschland erheblicher Fortschritte bedarf, um die Situation der Frühgeborenen zu verbessern:



  • Ein gezieltes nationales Präventionsprogramm muss geschaffen werden, um die Problematik ins Bewusstsein zu rufen und über Risikofaktoren und Vorsorgeuntersuchungen aufzuklären.

  • Eine Spezialisierung der neonatologischen Versorgung ist notwendig, um die Behandlung von Frühgeborenen zu verbessern und ihre Überlebenschancen zu erhöhen.

  • Es braucht strukturierte Programme und Systeme zur Dokumentation von Untersuchungen und Nachsorgemaßnahmen.

  • Betroffene Familien benötigen eine stärkere finanzielle Unterstützung aber auch eine bessere professionelle psychologische und soziale Fürsorge.

Wir würden uns freuen, wenn der Report den Ausgangspunkt für einen konstruktiven Austausch bildet und stehen Ihnen dafür jederzeit zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Silke Mader, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende EFCNI & Hans-Jürgen Wirthl, Vorsitzender Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V

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