The apparent breastfeeding paradox in very preterm infants: relationship between breast feeding, early weight gain and neurodevelopment based on results from two cohorts, EPIPAGE and LIFT

Das offensichtliche Still-Paradoxon sehr kleiner Frühgeborener

Sobald frühgeborene Babys gestillt werden können, wird es schwierig sie mit Supplementen zu versorgen, so dass sie in der Regel nicht so viel zunehmen, wie Flaschen-ernährte Kinder. Das bereitet vielen Fachleuten Sorge, weil die Gewichtszunahme der Frühgeborenen mit der neurologischen Entwicklung gekoppelt zu sein scheint.

Die Analyse der Daten von zwei großen französischen Beobachtungsstudien mit zusammen 2925 sehr kleinen Frühgeborenen, von denen noch 687 Kinder bei der Entlassung gestillt wurden brachte interessante Ergebnisse. Obwohl die gestillten Kinder schon im Krankenhaus verhältnismäßig im Gewicht niedriger lagen, hatten sie mit zwei und fünf Jahren einen größeren Kopfumfang und eine bessere neurologische Entwicklung trotz der anfänglich suboptimalen Gewichtsentwicklung. Dies wird von den Autoren als „offensichtliches Still-Paradoxon“ bei sehr kleinen Frühgeborenen bezeichnet. Unabhängig von den zugrunde liegenden Vorgängen wird zum Stillen sehr kleiner Frühgeborener ermutigt.

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